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Hafen Hamburg
Hafen Hamburg




Hamburger Hafenbahn



-Erläuterung-



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H.-W. Hellmuth, Eisenbahn-Interesse



Hamburger Hafenbahn



Erläuterung über Struktur, Aufbau und Aktivitäten der Hamburger Hafenbahn



Der Hamburger Hafen gilt als größter Bahncontainer-Umschlagsplatz Europas. Dabei führen alle Schienenverbindungen ins In- und Ausland direkt an die Gleisanlagen der Umschlagsterminals heran. Folgende Unternehmen bieten z. B. die Schienenbeförderung ins Hinterland an: DB Cargo, Transfracht, Interfrigo, Kombiverkehr, Metrans, Polzug.

Neben der Containerbeförderung werden per Bahn auch Projektverladungen, Rohre, Fruchttransporte in Kühlwaggons, Flüssigladung in Kesselwaggons, Erze, Kohle, Getreide, Zucker usw. nach Hamburg oder vom Elbehafen in das europäische Hinterland befördert. Die pünktliche und zuverlässige Bereitstellung wird über einen abgestimmten Fahrplan der beteiligten Bahnen mit festen Ab- und Ankunftszeiten gewährleistet. Das Transportaufkommen der Hafenbahn beträgt ca. 25 Mio. Tonnen bzw. ca. 700.000 Container jährlich.

Betrieben wird die Hafenbahn von der Freien und Hansestadt Hamburg (Eigentümer und Betreiber der Infrastruktur) und der Deutschen Bahn AG (Durchführung des Rangierbetriebes im Auftrag der FHH) in enger Kooperation mit der Hamburger Hafenwirtschaft (als Gleisanschließer). Ein EDV-gestütztes Verkehrsmanagement (HABIS) trägt zum Erfolg der Hafenbahn bei. Für den Zeitraum von 1993 – 2001 investiert die Freie und Hansestadt Hamburg 230 Mio. DM in Modernisierung und Ausbau der Hafenbahn sowie 40 Mio. DM in die Weiterentwicklung von HABIS und jährlich 25 Mio. DM in die Instandhaltung. Der Hafenbahnbetriebsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der Deutschen Bahn AG (vormals Deutsche Reichsbahn) datiert aus dem Jahre 1929. In dem 1980 vollständig in Betrieb genommenen, größten Rangierbahnhof Europas in Maschen können auf 100 Richtungsgleisen bis zu 9000 Wagen täglich abgefertigt und bis zu 400 Güterzüge aufgelöst bzw. gebildet werden.

Hamburg ist ein Eisenbahnhafen. 1997 wurden 24,6 Mio. t mit der Bahn befördert, das sind knapp 30 % des Gesamtumschlags. Mit 40.000 Güterzügen, bestehend aus 1,1 Mio. Güterwagen, wurden 720.000 Container befördert. 80 % des gesamten Schienengüterverkehrs von und nach Hamburg entfallen auf den Seehafenverkehr, das sind gleichzeitig 8% des gesamten frachtpflichtigen Güteraufkommens der Deutschen Bahn AG. Im Hinterlandverkehr mit Entfernungen über 150 km werden über 70 % der Container mit der Eisenbahn transportiert, mit zunehmender Entfernung steigt der prozentuale Anteil. Entsprechend verfügt jedes Terminal in Hamburg über einen eigenen Eisenbahnanschluß und neben mehreren Rangierbahnhöfen befindet sich mit dem Bahnhof Alte Süderelbe einer der modernsten Güterbahnhöfe der Welt im Hafen.

Containerzüge werden z. T. direkt auf den Terminals zusammengestellt.

So erreichen in Hamburg umgeschlagene Waren im sogenannten "Nachtsprung", einem Service der Bahntochter Transfracht, innerhalb von 24 Stunden die großen Wirtschaftszentren Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Weitere spezielle Züge (Polzug, Hungartainer etc.) sichern die schnelle Erreichbarkeit auch für Städte in Polen und Ungarn.

Das 650 km lange Netz der Hafenbahn, von dem 425 km durch die Hansestadt und 225 km von privaten Unternehmen der Seehafenwirtschaft bereitgestellt werden, verbindet die Umschlagplätze im Hafen mit den Eisenbahnstrecken im Binnenland.


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 ©  H.-W. Hellmuth      Aktualisierung: 04.04.2000